Zitat:
Zitat von Elisabeth68
Speichermasse ist mit den Holzweichfaserplatten und darauf 1cm Toneinlagenputz Putzstärke bereits ausreichend gegeben. Tonputz hat wegen seiner Reinheit ca. 50% mehr Tongehalt als herkömmlicher Lehmputz und kann pro m² 10Liter Wasser aufnehmen ohne sich zu verformen. Sooft wird und kann nicht geduscht werden, daß dies als Feuchtigkeitsspeicher nicht ausreicht.
Im Labor konnte ich sehen, wie nach 1Stunde duschen der Putz gerademal 2mm durchfeuchtet war.
Der große Vorteil liegt jedoch in der Verarbeitung:
Für eine Kundschaft (Fertighausanbieter in der Blauen Lagune bei Wien) im größten Fertighauspark Österreichs habe ich eine Berechnung zu seinem Standardausbau mit Installationsebene, gelber Wolle und Rigipsplatte gemacht. 3600€ Aufpreis für ein rein öko- und biologisches System - berechnet für sein Standardmusterhaus.
Dies beinhaltet die Holzweichfaserplatten und den Putz!
Also ist es nicht soviel teurer wie viele meinen.
lg aus Wien
Elisabeth
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Salü nach Wien
Das mit der Speichermasse möchte ich präzisieren.
Speichermasse besteht aus 'Masse' z.B.
Wasser (Wärmespeicher),
Stein (Speicherwand z.B. in Kombination mit Holzofen oder hinter Glaswand, schwarz gestrichen),
Lehm (hat hervorragende, homogene, Eigenschaften), Speck
stein am Schwedenofen, Backstein und
Keramik bei Kachelöfen.. usw.
Speichermasse ist schwerlicher aus Holz, Textilien, Dämmungsmaterial, etc. gebildet.
Für den sommerlichen Wärmeschutz ist eine ca. 5cm. Schicht Weichfaserplatte trotzdem geeignet. Sie verlangsamt das Eindringen der Wärme um das Nötige, um die kühlen Nachtstunden zu erreichen. Sie ist träge in ihrem Verhalten, die Wärme durchzuleiten und verhält sich ähnlicher, wie eine Vollholzwand, als wie Mineralwolle.
In Bezug auf den Lehm heisst das, dass er seine volle Kraft als Speichermasse bei 55 mm entfaltet. Das heisst, die Holzfaserplatte hätte sich in diesem Falle erübrigt. eigentlich..
Spannend, nicht? Es gibt haufenweise Antworten und die Lösungen hängen letztendlich von Entscheidungen ab, die man trifft..
zum Beispiel
will ich jeden Morgen aufstehen und als erstes Holz in den Ofen schmeissen?
finde ich es gemütlicher, wenn die Wände schpoing, plonk oder bumm machen, wenn ich dagegen schlage?
Heute denke ich, dass man einfach bauen sollte. Ein- oder Zweisteinmauerwerk. Speichermasse a gogo. 15 mm Lehmputz. Vollholzboden, heimisches Holz. Steingutplatten. Das altert (geht nicht kaputt) und ist nicht so kompliziert beim Umbau, wie all die ausgeklügelten Bausysteme, die dann zum Sanierungsfall werden - schon nach dreissig Jahren und bestimmt nach vierzig. Das geht dann in die Kohle.
LG aus Basel