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Ratgeber
Bauzeitzinsen
Bei Bauzeitzinsen handelt sich um die Zinszahlungen, die im Rahmen eines Baukredites vom Bauherrn an die Bank gezahlt werden. Es werden hier sämtliche Verzinsungen für zur Auszahlung gekommene Teilbeträge miteinbezogen. Bauzeitzinsen fallen also dort an, wo sich der Kreditnehmer für eine Finanzierung auf Kredit entscheiden, der in Tranchen, es handelt sich dabei um gesplittete Darlehensbeträge, an ihn ausgezahlt werden. Hier erhält der Bauherr immer so viel finanzielle Mittel bereit gestellt, dass er den aktuellen Bauschritt bewältigen kann.
Mit Einzug in einen Neubau ist auch die Zahlung der Bauzeitzinsen beendet. Sie setzen sich aus den Bereitstellungszinsen und aus den Zinsen für die bereits erhaltenen Tranchen zusammen.
Diese Variante der Baufinanzierung ist für den Kreditgeber und für den Kreditnehmer in vielerlei Hinsicht günstig. Zum einen sind sie im Allgemeinen niedrig und zum anderen haben die Banken hier die Möglichkeit, mit den noch ausstehenden Tranchen weiterhin zu wirtschaften.
Es muss bei den Bauzeitzinsen allerdings beachtet werden, dass sie umso höher ausfallen, je länger die Bauperiode wird. Vor allem dann, wenn die Bauzeit aufgrund unterschiedlicher Vorfälle verlängert werden muss, muss auch eine Nachfinanzierung der Bauzeitzinsen bewerkstelligt werden.
Wenn es um die Zahlung der Bauzeitzinsen geht, dann hat der Kreditnehmer prinzipiell zwei Möglichkeiten. Er kann sich entweder für eine monatliche Begleichung der Bauzeitzinsen entscheiden oder auf ein Rückzahlungsmodell zurückgreifen, bei welchen die Bauzeitzinsen in Summe nach Bauende ein Mal bezahlt werden. Bei einer regelmässig einmal im Monat gewählten Zahlungsart darf der Kreditnehmer aber auch jene Zinsen nicht ausser Acht lassen, welche im Rahmen des Bauvorhabens zusätzlich noch anfallen.
Zuletzt aktualisiert: 05.11.2010
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