Was Gutes für den Boden tun Das neue Haus steht, und der Garten gleicht einer lehmigen Wüste. Der Unterboden ist verdichtet und es ist wenig Oberboden vorhanden, der einen Humusmangel aufweist. Viel Arbeit steht dem Hobbygärtner bevor. Für ein gutes Gedeihen der Pflanzen ist eine richtige Düngung des Bodens unumgänglich. Der Gärtner lernt bei seiner Freizeitbeschäftigung den sorgsamen Umgang mit der Natur. Die winzig kleinen Lebewesen im Boden reagieren auf die vorgenommenen Kulturmassnahmen. Eine umweltgerechte Düngung im Garten heisst Bodenschutz, schlicht Rücksichtnahme.Natürlich ist das richtige Düngen eine eigene Wissenschaft, es bedarf einiger Kenntnisse. Zum „grünen Daumen“ braucht es Fingerspitzengefühl, und es müssen Faustregeln, bezogen auf die entsprechenden Kulturpflanzen, befolgt werden.
Wissen ist besser als Nachsicht Für eine korrekt bemessene Düngung ist die Bodenuntersuchung ihres Gartens von grundlegender Bedeutung. Alle fünf Jahre sollte man eine solche Untersuchung vornehmen. Die Standard-Bodenuntersuchung informiert den Gärtner, ob er in Zukunft sparsamer mit dem Dünger umgehen kann, oder wie er gezielt die korrekte Kalk, Kali- und Phosphatversorgung im Boden erreicht. Der Säuregrad (pH-Wert) des Gartens informiert über den Kalkbedarf. Für ein gesundes Wachstum der Pflanzen ist die Düngung schlichtweg die Grundvoraussetzung. Auf die richtige Dosierung muss man achten, denn zuviel als auch zu wenig düngen, schadet dem Garten.Die Adressen von Bodenlabors findet man bei allen Ämtern für Ernährung und Landwirtschaft. Das Bodenprobeset enthält die Adressen und Preise von Bodenlabors, den Probebeutel, eine Anleitung zur Probeentnahme und den Untersuchungsauftrag.
Angemessene Düngungsmethoden
Stickstoffdüngung Eine sachgerechte Stickstoffdüngung ist oberstes Prinzip für alle Gärtner. Der Stickstoff ist im Gegensatz zu anderen Nährstoffen äusserst auswaschungsgefährdet. Zuviel Stickstoff verursacht im Gemüse überhöhte Nitratgehalte. Der Reststickstoff im Boden wird durch den Anbau von Gründüngungspflanzen verbraucht und in den Kulturpflanzen konserviert.
Gründüngung Sie belebt den Gartenboden. Der Gärtner sät eine schnellwüchsige Pflanzenart überall dort aus, wo kahle Stellen im Garten sind. Nachdem die Pflanzen blühen, arbeitet man sie nach dem Schnitt an Ort und Stelle in den Boden ein. Einer neuen Aussaat für neue Pflanzen steht nichts mehr im Wege. Der Boden wird mit Humus angereichert. Eine Verbesserung der Wasserspeicherung und der Krümelstruktur wird garantiert.
Holzaschedüngung Das so genannte Abfallprodukt „Asche“ kann als wertvoller Dünger eingesetzt werden. Man führt die verbleibende Asche von offenen Kaminen oder Holzöfen in den biologischen Kreislauf zurück. Die Auswahl des Brennmaterials ist entscheidend, da chemisch behandelte Hölzer, wie lackiertes Holz, nach der Verbrennung Schwermetalle und andere giftige Substanzen enthalten. Man soll nur unbehandeltes Holz verheizen, wenn man vor hat mit der Asche seinen Garten zu düngen.
Organischer oder mineralischer Dünger? Die mineralischen Dünger unterscheiden sich vom organischen Dünger in ihrer Wirkgeschwindigkeit, denn sie enthalten die Nährstoffe in mineralischer Form. Die in der Natur vorkommenden Rohstoffe sind meistens das Ausgangsmaterial für die mineralischen Dünger. Düngt man organisch, so sind die Nährstoffe für die Kulturpflanzen lang anhaltend verfügbar. Aufgrund ihrer langsamen Nährstofffreisetzung müssen organische Dünger früher ausgebracht werden als mineralische Dünger. Mittlerweilen bietet der Markt auch Mineraldünger mit Langzeitwirkung an. Der Stickstoffdünger bietet sich für eine Startdüngung an, als Soforthilfe gedacht.
Wichtig: Düngezeitpunkt! Nur bei Bedarf der Pflanzen, sollte man den Nährstoffappetit stillen. Ansonsten bleiben die Nährstoffe ungenutzt in der Erde und gefährden die Umwelt durch Auswaschung und Anreicherung. Im zeitigen Frühjahr, noch vor den Bestellarbeiten, werden Phosphat und Kali ausgebracht. Stickstoff wird kulturbegleitend zugeführt. In der Regel sollte man vor der Ernte keinen Stickstoff mehr düngen.Die Wirkgeschwindigkeit und der Gehalt der einzelnen Nährstoffe sind für die Auswahl eines Düngers entscheidend.