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Hausanschlusskasten

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Geschrieben: 26.04.2010 um 22:17 von HAUSBAU-RATGEBER


Hausanschlusskasten


Den Hausanschlusskasten findet man bezeichnenderweise häufig im Hausanschlussraum. Dieser dient als Schnittstelle bzw. als Übergabestelle für ein Verteilungsnetz zum Verbraucher – salopp formuliert wird hier ein Haus an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Üblicherweise wird dieser vom Netzbetreiber, dem so genannten Verteilungsnetzbetreiber (VNB) oder vom Energieversorgungsunternehmen (EVU) montiert.

Der Hausanschlusskasten befindet sich häufig, ebenso wie der Hausanschlussraum, im Keller eines Gebäudes. Er wird idealerweise an einer Aussenwand befestigt. Dieser kann ein oder mehrere Gebäude versorgen, beispielsweise ein Doppelhaus oder Reihenhäuser, sowie auch nachfolgende Gebäude. Oft scheitert dies aber an zu wenig vorhandenem Platz – es müssen auch Stromzähler Platz finden, die Haus für Haus oder Wohnung für Wohnung gegeben sein müssen. So kann es auch bei Doppelhaushälften vorkommen, dass zwei Anschlusskästen notwendig werden.
Ein solcher Hausanschlusskasten ist dabei verplombt, damit die Zählereinheiten nicht manipuliert werden können. Er enthält auch die Hauptsicherung, die im Falle einer sehr hohen Überlastung mittels Kurzschluss den Hausanschluss vom öffentlichen Versorgungsnetz trennt. Die Sicherungen dürfen dabei nur von einem Fachmann, meist von einem Elektroinstallateur, ausgetauscht oder „gezogen“ werden. Zwei verschiedene Sicherungssysteme können verwendet werden, die selektiven Leistungsschutzschalter (SLS) oder die NH-Sicherungen, von NH00 bis NH2.
Der Hausanschlusskasten, da er sowohl Sicherungen als auch eine Zählereinheit enthält, wird gerne mit der im Anschluss daran befindlichen Hauptverteilung verwechselt. Diese ist über eine Leitung verbunden, dazwischen können Überspannungsschutzgeräte, beispielsweise ein Blitzableiter, oder Leistungsschalter installiert werden. Die Hauptverteilung, die auch Sicherungskasten oder Verteilerkasten genannt wird, versorgt schlussendlich die Verbraucher in einem Haus mit Strom. In sehr grossen Gebäuden führen diese auch zu Unterverteilungen. Auch die Hauptverteilung enthält häufig Stromzähler, Schalterelemente und Sicherungen, die bei einer normalen Überlastung „fliegen“. Das verwendete System ist für ein Niederspannungsnetz ausgelegt. Das bedeutet, dass die Spannung die 1000 Volt Grenze nicht überschreiten darf.

Der Hausanschlusskasten und, falls möglich oder notwendig, auch der Hausanschlussraum, müssen bei der Bauplanung bedacht werden, da sich ansonsten der Stromanschluss im Nachhinein recht schwierig gestalten lässt.
Zuletzt aktualisiert: 26.04.2010


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