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Beschichtung von Holzuntergründen
Es gibt diverse Holzuntergründe, die zum Schutz vor äusseren Einwirkungen beschichtet werden müssen, wie Fensterrahmen, Türen, Geländer, Gartenzäune, Dachuntersichten, Parkettböden oder auch Möbelstücke. Wenn Sie sich durch eine dieser Formen angesprochen fühlen, dann sollten Sie in jedem Fall weiter lesen.
Grundsätzlich ist zunächst vor dem Anstreichen darauf zu achten, dass der Holzuntergrund die maximale Holzfeuchtigkeit nicht überschreitet, da dies sonst Anstrichschäden wie Abplatzungen, Risse und auch Fäulnisbildung (Pilzbildung) zur Folge haben könnte. Für Innenbeschichtungen liegt der maximale Wert bei 10 % für alle Holzarten und für Aussenbeschichtungen bei Nadelhölzern bis 15 % bzw. Laubhölzern bei 12 % Holzfeuchtigkeit. Gemessen werden kann dieser Wert mit einem so genannten Hydromaten, einem Feuchtigkeitsmessgerät. Der Heimwerker kann sich hier mit der Darr-Methode behelfen: feuchtes Holz wiegt grundsätzlich um einiges mehr und kann bei 40 bis 50 °C über einige Stunden getrocknet werden. Gerade wenn man sich bei seinen ersten Versuchen Sorgen macht, ob es vielleicht doch nicht zu feucht ist, sollte man einfach ein wenig sparsamer mit der Flüssigkeit sein. In der Regel bekommt man einfach durch langsame Steigerung ein gutes Gefühl für das richtige Mass.
Info Box: Material-Liste
- Abdeckmaterial
- Malerband
- Pinsel
- Schleifpapier
- Arbeitskleidung
- Ausbesserungsmasse
Um eine gute Adhäsion (Anhaftung) der Beschichtung zu gewährleisten, muss der Untergrund für das Anstreichen entsprechend vorbereitet werden. Zunächst ist das Holz je nach Beschaffenheit der vorherigen Beschichtung anzuschleifen(lose Beschichtungen müssen vollständig entfernt werden) und zu entstauben. Unbehandeltes Holz ist nur mit sehr feinem Schleifpapier anzuschleifen. Falls es sich bei dem Untergrund um ein Nadelholz handelt, muss es vor der eigentlichen Grundierung mit Bläueschutz gegen möglichen Pilzbefall gestrichen werden.
Nun erfolgt die eigentliche Grundierung bei unbehandeltem Holz oder mangelhafter alter Beschichtung mit einem dafür vorgesehen Lack. Bei Wasserverdünnbaren Lacken ist darauf zu achten, dass bei bestimmten Hölzern wie Eiche oder Teak Holzinhaltsstoffe nach aussen treten, welche gelbe Verfärbungen bilden, so dass unbedingt der Untergrund mit einem so genannten Isoliergrund (besser lösemittelhaltig) abgesperrt werden muss. Bei Bedarf können nun kleine Löcher mit den hierfür vorgesehenen Materialien beigespachtelt werden. Die Auswahl hängt unter anderem davon ab, ob wasserlösliche oder Kunstharzlacke verwendet werden. Im Aussenbereich ist das Spachteln nicht zulässig. Nach einem kurzen Zwischenschliff erfolgt die Vorlackierung. Mit Einhaltung der Trocknungszeit ist der Untergrund abschliessend mit einem sehr feinen Schleifpapier anzuschleifen. Die Endbeschichtung muss immer das gleiche Bindemittel wie die vorherige Zwischenbeschichtung beinhalten, d.h. hier sollten entweder nur lösemittelhaltige oder wasserlösliche Lacke verwendet werden. Die Grundierung kann dagegen ein anderes Bindemittel als die Vor- und Schlusslackierung aufweisen. Bei so genannten lasierenden Anstrichen ist dasselbe Aufbaumuster zu wählen.
Um ein gutes Lackierergebnis zu erzielen, ist die Wahl des richtigen Werkzeuges von entscheidender Bedeutung. Bei Kunstharzlacken sollte der Pinsel Chinaborsten aufweisen; für wasserlösliche Lacke sind spezielle crylpinsel zu verwenden. Für grosse Flächen eignen sich Schaumstoffrollen sowie das Lackieren im Spritzverfahren.
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Zuletzt aktualisiert: 30.08.2008

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