Kürbisse erfreuen sich relativ grosser Beliebtheit, da es sich hierbei um eine sehr vielfältige Gemüsepflanze handelt.
Man kann Kürbisse auf verschiedenste Weisen zubereiten und ihre Hüllen eignen sich hervorragend als Dekoration.
Daher gibt es mittlerweile sogar über 20 Kürbisarten, die zur reinen Zierde gezüchtet wurden. Es wird deswegen generell zwischen Zierkürbissen und Gemüsekürbissen unterschieden.
Kürbisse entspringen eigentlich den tropischen bzw. subtropischen Klimazonen. Der Anbau ist daher in unseren deutlich kälteren Gebieten etwas eingeschränkt, aber nicht unmöglich. Selbst in einem eigenen kleinen Garten oder Beet können Kürbisse angepflanzt werden. Aber wie?
Saatgut und Aussaat
Bei dem Saatgut der Kürbisse handelt es sich um Ölsaaten, wie auch bei der Sonnenblume. Das Saatgut kann bis zu fünf Jahren gelagert werden. Verwendet man es später, keimt es nur noch unregelmässig und es kann zu unbefriedigenden Ergebnissen bei den Erträgen kommen.
Wer in unseren, wie oben schon erwähnt, eher ungeeigneten Klimazonen Kürbisse anbauen will, sollte sich für robuste Sorten entscheiden, denn eine empfindliche Sorte könnte sich nicht richtig ausbilden, sodass statt einer ganzen Frucht nur Ansätze einer solchen am Ende zu erkennen sind.
Da Kürbisse aufgrund ihrer Herkunft wärmeliebend sind, sollte man sie vor dem Aussetzen in einem Topf kultivieren. Dies wird am besten Anfang April begonnen. Die Samen der Kürbisse haben eine Spitze, die nach unten gesetzt werden muss, da hier die Wurzel spriessen wird. Die Samen sollten nicht zu tief, nur etwa einen bis eineinhalb Zentimeter tief in die Erde eingesetzt werden.
Nach etwa einer Woche sollten sich die ersten Keimlinge gebildet haben. Nach weiteren zwei bis drei Wochen sind die Keimlinge gross genug, um in einzelne kleine Töpfe gesetzt zu werden. Nach draussen dürfen sie allerdings erst nach den Eisheiligen, wenn kein Frostrisiko mehr besteht.
Der Keimling im Garten
Wenn die Eisheiligen vorüber sind und es draussen warm wird, werden die Keimlinge in den Garten umgepflanzt.
Es sollte hier darauf geachtet werden, dass die einzelnen Pflanzen genügend Platz haben. Je nach Sorte sollte jeder Kürbis einen bis zwei Quadratmeter Platz für sich in Anspruch nehmen können, denn Kürbisse können sehr gross werden.
Kürbisse benötigen einen schweren, nährstoffreichen Boden. Komposthaufen eignen sich daher besonders gut. Wichtig ist ein guter Kaligehalt des Bodens. Einige Sorten gedeihen auch auf sandigem, wasserdurchlässigem Boden sehr gut.
Ebenfalls unabdingbar ist eine gute Bewässerung der Kürbispflanzen, solang sie sehr jung sind. Sobald sie etwas grösser werden, ist eine zusätzliche Bewässerung nicht mehr zwingend notwendig. Sollte sich allerdings im Sommer eine Trockenperiode einstellen, muss wieder bewässert werden.
Für gute Ertragsergebnisse können ab Mitte Juni Nebentriebe entfernt werden, damit eine Pflanze nicht mehr als zwei Früchte ausbildet.
Erntezeit ist dann von Ende August bis etwa Mitte November, vor dem ersten Frost. Einen reifen Kürbis erkennt man an der leuchtenden Farbe, dem holzigen Stiel sowie dem hohlen Klang, wenn man leicht darauf schlägt.