Nichttragende Innenwände müssen trotzdem stabil sein
Als Nichttragende Innenwände bezeichnet man Raumtrennwände, die keine Aufgabe für die Gesamtkonstruktion, insbesondere für die Gebäudeaussteifung zu erfüllen haben, d.h. sie können entfernt werden, ohne dass die Standsicherheit des Gebäudes beeinträchtigt wird. Die Standsicherheit der nicht tragenden Innenwände selbst ist durch die Verbindung mit den angrenzenden Bauteilen gegeben.
Die Nichttragenden Innenwände müssen ausser ihrer Eigenlast, einschliesslich etwaiger Putze oder Wandbekleidungen auch geringe statische Lasten, leichte Konsollasten sowie geringfügige dynamische Belastungen(Stossbeanspruchungen) ohne Beeinträchtigung der Funktionstauglichkeit aufnehmen und auf tragende Bauteile abtragen können. Nichttragende Innenwände die Windlasten erhalten, sind wie tragende Aussenwände zu behandeln.
Formänderungen angrenzender Konstruktionen, vor allem zeitabhängige plastische Verformungen (Kriechen) von Decken – sind für nichttragende Wandsysteme durch bauliche Vorkehrungen derart zu berücksichtigen, dass entweder keinerlei schadensverursachende Zwängungen auftreten(zB gleitender Anschluss) oder Risse sich nur kontrolliert ausbilden können(zB Kellenschnitt oder Trennstreifen).
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