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Ratgeber
Sparrendach aus Massivholz
Sparrendach aus Massivholz
Während die Sparren bei den Pfettendächern nur eine sekundäre Tragfunktion haben, übernehmen sie hier alle anfallenden Lasten.
Einfaches Sparrendach
Hier unterscheidet man zwischen dem reinen Sparrendach und dem Sparrendach mit Kehlbalken. Die Sparren stehen seitlich auf durchgehenden Schwellen, Kniewandpfetten bez. Mauerlatten oder sie werden mittels Versatz direkt mit dem Deckengebälk verbunden. Die freie Stützweite der Sparren darf, in der Dachschräge gemessen, 5.00m nicht überschreiten. Die minimale Neigung beträgt 30% bez. 47%. Die Längsstabilität wird am einfachsten mit diagonal verlaufenden Brettern, den sogenannten Windrispen erreicht. Die Sparren müssen am Fusspunkt schubfest zu verankern und gegen Sog und seitliches Verschieben zu sichern. Die Konstruktionsart eignet sich vor allem für steile und schmale Satteldächer mit symmetrischem Aufbau.
Sparrenbinder
Sie sind ebene Fachwerkträger und bestehen aus den zwei Sparren, die auch als Obergurt bezeichnet werden. In Fällen, in denen der Dachraum nicht oder nur teilweise genutzt werden soll, sind Konstruktionen wirtschaftlich, welche einen Untergurt und Streben aufweisen. Fehlt eine darunterliegende Decke wird sie massiv ausgeführt, dann übernehmen grosse Zangen die Funktion des Untergurtes. Hier bleibt die Konstruktion stützenfrei und benötigt auch keine Längsträger oder Pfetten. Die Querstabilität wird durch biegesteife Dreiecksverbindungen und Knoten erreicht, die Längsstabilität durch liegende Knick- und Windverbände. Die maximale Spannweite hängt vom Binderabstand ab, der in der Regel zwischen 70cm und 80cm ausmacht, und beträgt für Lösungen mit Untergurt je nach Ausführung 8.00m bis 13.00m und für solche ohne Untergurt bis 12.00m. Als Ausgangsmaterial dienen oft massive Bretter, die für grosse Spannweiten doppelt geführt, und mittels Füllhölzern verbunden werden.

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