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Traditioneller Ziegelbau
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Geschrieben: 11.07.2008 um 20:14 von HAUSBAU-RATGEBER


Traditioneller Ziegelbau

Der Hausbau mit Ziegelsteinen bleibt nach wie vor Favorit. Es gibt zwar genug Alternativen, die die Bauzeit beträchtlich verringern können, aber entsprechend teuer sind. Und das Endergebnis beispielsweise eines Fertigteilhauses kann gegenüber einem Ziegelbau in qualitativer Hinsicht nicht mithalten.
Unter „Ziegelstein“ ist heutzutage nicht mehr der Normstein 24x12x7cm zu verstehen, mit dem in früheren Zeiten durch Mauerverbände in Kleinarbeit Wände einer bestimmten Stärke entstanden; jetzt ähnelt ein Ziegelbau einem vergrösserten LEGO-Spiel.
Es handelt sich um Hochlochsteine (Hohlziegel), die so genau masshaltig sind, dass nicht mit Zementmörtel ausgeglichen werden muss. Diese Steine werden mit einer dünnen Mörtelschicht eher „verklebt“ und es entstehen Wände, von denen ein Maurer vor dreissig Jahren geträumt hätte. Denn damals musste das „rauhe“ Rohmauerwerk mit einem relativ dicken Putz versehen werden, um es zu „glätten“.
Heute bestehen die Putzschichten nur noch aus wenigen Millimetern. Das trifft für innen wie aussen zu. Die Verputzung wird nicht mehr durch Kellenwurf, anschliessendem Aufziehen und Verreiben durchgeführt; jetzt handelt es sich um Spachteln und Verreiben. Für die Maurer- und Putzarbeiten wird keine Mischmaschine (Betonmischer) mehr benötigt, weil der Anteil an Mörtel vom Mauerwerk so gering ist, dass er mit einem Quirl, der in einer Bohrmaschine eingespannt ist, mühelos in einem Eimer mit Wasser eingerührt wird. Es gibt keine Sandhaufen an der Baustelle, auch keine Zementsäcke, sondern nur Papiersäcke mit fertigem Maurer- und Putzmörtel.
Bei der Qualität der heutigen Ziegelsteine geht der Mörtelanteil bis auf 5% gegenüber den früher gebräuchlichen Normsteinen zurück. Es verhält sich auch so, dass viele Ziegeleien „Sondersteine“ liefern, die für Ecken gebraucht werden, um einen fachgerechten Mauerverband zu gewährleisten. Weiterhin gibt es speziell geformte Steine mit Fensteranschlägen. Die Ziegel müssen also nicht mit dem Maurerhammer für bestimmte Stellen „passend“ gemacht werden. Wie gesagt: LEGO-Prinzip.


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Zuletzt aktualisiert: 30.08.2008


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