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Verputzsysteme
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Geschrieben: 07.09.2008 um 10:06 von HAUSBAU-RATGEBER


Verputzsysteme

Die Unterscheidung der Innenputze erfolgt auf unterschiedliche Weise, entweder nach Art des Bindemittels, in mineralische gebundene oder kunststoffvergütete Produkte, oder nach Art des Aufbaues in zwei- oder dreischichtige Putze. Es existieren auch Unterscheidungskriterien bezüglich der Oberflächenbeschaffenheit.


Dreischichtige Innenverputze

Das Verputzsystem besteht aus dem Zementanwurf, Grund- und Deckputz. Es wird in Nassräumen ausgeführt.

Zementanwurf
Der Zementanwurf dient als Haftbrücke zwischen der Wandoberfläche und dem Grundputz. Er deckt die gesamte Wandfläche in einer Dicke von 3 – 5mm ab.

Grundputz
Der Grundputz wirkt als Ausgleichsschicht. Die Schichtdicke beträgt 10 – 15mm.

Deckputz
Der Deckputz kann mit unterschiedlichen Materialien und Texturen ausgeführt werden.


Doppelschichtige Innenverputze

Sie bestehen aus einer Grund- und Deckschicht. Sie kommen je nach Zusammensetzung für Nass- wie auch für Trockenräume in Frage und können gespritzt werden.

Grundputz
Seine Dicke richtet sich nach den Unebenheiten der Konstruktionsflächen. Man unterscheidet folgende Arten:
  • Mörtel mit hydraulischen Bindemitteln
  • Mörtel auf Gipsbasis
  • Dünnschichtputze
Die Mörtel der ersten Gruppe weisen eine Stärke von 10 -15mm auf und eigenen sich gut zur Überbrückung von grösseren Unebenheiten. In der Regel dienen hydraulisch gebundene Grundierungen zur Aufnahme von Abrieb oder keramischen Platten.
Mörtel auf Gipsbasis könne mit Hilfe von speziellen Apparaten aufgespritzt werden. Sie sind im Normalfall kunststoffvergütet und enthalten nur etwa 50% Gips um den Abbindeprozess zu verzögern. Auf glatten Betonoberflächen dürfen Maschinenverputze nur in Kombination mit einer geeigneten Haftbrücke verarbeitet werden. Sie eignen sich nicht für Nass- und Feuchträume, weil das Bindemittel quellen und faulen kann. Die Sichtdicke liegt bei etwa 5 – 10mm.

Die Dünnschichtputze dienen nicht nur als Grundierung, sondern gelangen auch als Glätt- und Spachtelmasse zum Einsatz. Die Schichtdicke beträgt 2 – 6mm und erfordert sehr plane Wand- und Deckenoberflächen. Sie eignen sich nicht für Nass- und Feuchträume.

Deckputz
Der Deckputz kann mit unterschiedlichen Materialen und Texturen ausgeführt werden, es gelangen in Trockenräumen Weisskalk, Gips- und Kunststoffmörtel sowie entsprechende Kombinationen zur Ausführung.
Weissputze können mit allen nichthydraulischen Materialkombinationen aufgezogen werden. Sie sind 3 – 5mm dick und dienen als Unterlage für Tapeten, textile Verkleidungen und Bespannungen. Die Oberfläche muss glatt sein, was normalerweise einige Spachtelgänge erfordert.
Herkömmliche Abriebe bestehen aus Gips, Weisskalk und Weisszement. Es sind auch reine Weisskalkmischungen erhältlich. Die zur Auswahl stehenden Texturen sind sehr zahlreich. Die Dicke beträgt je nach Material und Muster 2 – 3mm.



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