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Wasserleitung

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Geschrieben: 02.11.2010 um 22:42 von HAUSBAU-RATGEBER


Wasserleitung


Die Wasserversorgung beinhaltet auch eine Wasserleitung, die somit auch der Sanitärtechnik anzurechnen ist. Diese sorgt für den Wassertransport an einen Ort, der über keine eigene Wasserquelle verfügt. Somit wird auch ein Haus mit Trink- und Nutzwasser versorgt. Diese Zufuhr von Frischwasser dient vor allem dem Schutz vor Krankheiten und der Hygiene.

Eine Wasserleitung kann dabei auf unterschiedliche Arten gewährleistet werden, abhängig vom Einsatzort und von den natürlichen Gegebenheiten. In gebirgigen Regionen sind Aquädukte, Wasserbrücken, oder Wassertunnels möglich. Für Feldarbeiten und Bewässerungssysteme werden häufig Wassergräben genutzt. Für die moderne Hausversorgung installiert man vornehmlich Druckrohrleitungen aus Kunststoff, Kupfer oder nicht rostendem Stahl.
Neben den Rohrleitungen sind Erstabsperrungen ein zentrales Element einer Wasserleitung. Diese ermöglichen Wartungsarbeiten in einem Haus, ohne dass die gesamte Wasserversorgung abgedreht werden muss. Es werden einfach einzelne Rohrzweige abgedichtet. Wasserzähler und Trinkwasserfilter sind auch typische Bauelemente.
Eine moderne Druckrohrleitung, wie sie bei Neubauten als Wasserleitung mittlerweile Standard ist, besteht aus den Rohren, aus Armaturen, Formstücken und gegebenenfalls, bei frei liegenden Rohrleitungen, aus Halterungen. Diese können in Stollen, in offenen Gräben oder als unterirdischer Rohrvertrieb verlegt werden. Rohre, die von Erde umgeben sind, müssen in Sand eingebettet sein, damit keine Schäden entstehen. Die einzelnen Rohrstücke werden mit Formstücken verbunden oder aneinander geschweisst.
Da hiermit auch Trinkwasser befördert wird, sind einige Dinge zu beachten: Die Rohre und Armaturen (Wasserhahn usw.) sollten nicht bleihaltig sein, gegebenenfalls muss man nach einer Stillstandszeit zunächst etwas Wasser abfliessen lassen. Die Fliessgeschwindigkeit ist eher langsam zu dimensionieren, sollte aber keine Aufenthaltszeiten zulassen – ansonsten können sich schädliche Keime bilden. Der Regeldruck beträgt üblicherweise 6 bar, bei mehrstöckigen Gebäuden muss man unter Umständen auf eine Hausdruckerhöhungsanlage zurückgreifen. Generell gilt: Der Wasserdruck sollte im Erdgeschoss (Verbraucher) mindestens 2 bar betragen, pro weiteres Geschoss sind 0,5 bar zusätzlich notwendig.
Die Wasserleitung ist also im gewissen Sinne die Lebensader eines Hauses. Sie sichert sauberes Trink- und Nutzwasser. Die entscheidenden Kriterien sind die Rohr- und Armaturenmaterialien, der Wasserdruck und die Fliessgeschwindigkeit. Darauf muss man auch beim Hausbau achten.


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