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Ziegeldach

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Geschrieben: 06.09.2008 um 13:02 von HAUSBAU-RATGEBER


Ziegeldach

Die Ziegel werden aus Lehm hergestellt und können unterschiedliche Farben und Formate aufweisen. Es empfiehlt sich, die Ziegelformate schon während den Projektierungsarbeiten zu berücksichtigen.

Klosterziegel
Der Klosterziegel hat sein Hauptverbreitungsgebiet in den Mittelmeerländern und dem Tessin. Es wird zwischen dem untenliegenden rinnenförmigen Mönch und der darübergewölbten Nonne unterschieden. Die vertikalen Furchen leiten das Wasser direkt in die Dachrinne. Das hohe Gewicht und die aufwendigen Anschlüsse haben dazu geführt, dass die Klosterziegel nur noch im historischen Kontext mit Tessinerdachlandschaften zu Einsatz kommen. Zur Verwendung kommen sie meist in Kombination mit einem Unterdach aus Eternit, das den grossen Fugendurchlass der Deckung kompensiert. Die Dachneigung beträgt etwa 20°. Der Dachbelag kommt auf ein Flächengewicht von ca. 150 bis 200kg/m2.

Biberschwanzziegel
Sie weisen eine flache, brettartige Form auf. Die Oberfläche ist glatt oder mit Vertikalstruktur erhältlich, es sind Sorten mit Rund-, Segment-, Spitz- und Gradschnitt erhältlich. Es wird zwischen der Doppel- und Kronendeckung unterschieden. Die Dachneigung beträgt etwa 35°. Die Ziegel eignen sich für alle steile Dächer. Der Dachbelag kommt auf ein Flächengewicht von ca. 80 bis 90kg/m2.

Flachziegel
Die Doppelfälze wirken als Wasserfalle und erlauben eine gradlaufende Eindeckung ohne Überlappung. Ohne Unterdach beträgt die Dachneigung ca. 30°, mit einem Unterdach 18° bis 20°, mit einem fugenlosen Unterdach 15°. An exponierten Lagen ist die Neigung um etwa 5° bis 10° anzuheben. Das Flächengewicht beträgt ca. 50kg/m2.

Pfannenziegel
Die Doppelfälze sind seitlich überhöht. Sie entsprechen im wesentlichen den Flachziegeln. Der Lattenabstand und die Dachbreite muss auf das gewählte Produkt abgestimmt sein, da in der Verfalzung lediglich kleine Verschiebungen möglich sind. Die Dachneigung ohne Unterdach beträgt 20°, mit einem Unterdach 15° bis 18°, mit einem fugenlosen Unterdach 10° bis 12°. An exponierten Lagen ist die Neigung um etwa 5° bis 10° anzuheben.




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