<< Vorheriges Thema | Nächstes Thema >>

Das Blockhaus (aus Holz)

Blockhäuser sind in den meisten Gärten anzutreffen und werden gerne gekauft, aber wurden sie ursprünglich in erster Linie nur als Gartenhaus eingesetzt, sind die Anwendungsmöglichkeiten mittlerweile vielfältiger geworden: Ein Blockhaus kann ausserdem Einsatz als Wochenend-, Ferien- oder gar als Wohnhaus finden. Dies hat auch damit zu tun, dass sich immer mehr Menschen – auf der Suche nach Erholung und Entspannung – ein kleines Grundstück ausserhalb der Stadt kaufen, wo sie die Ruhe finden können, die ihnen der stressige Joballtag nicht gönnt. Auf diesen Grundstücken werden oft kleine Gemüse- und Obstgärten angelegt und meist befindet sich ein Blockhaus dort, das nicht nur als Gartenhaus – für die Aufbewahrung von praktischen Utensilien – genutzt wird, bietet es doch einige weitere Vorteile.


Viele Vorteile
Ein Blockhaus aus Holz vermittelt nämlich ein behagliches Wohnklima und kann das Wohlbefinden erhöhen. Es duftet angenehm nach Nadelhölzern, zudem sind Blockhäuser strahlungs- und magnetfrei. Ausserdem besitzen Blockhäuser eine günstige Raumakustik, die Holzwände wirken luftfeuchtigkeitsregulierend und sind somit eine Alternative für Allergiker und Asthmatiker. Nicht zuletzt bietet ein Blockhaus weitere Vorzüge: Sie sind schnell montiert und bezugsfertig, auch deshalb, weil sich der Transport der Baumaterialien – in erster Linie Holz – besonders einfach gestaltet, was auch ein Grund ist, warum sich die Kosten in einem vernünftigen Rahmen halten.

Der Blockhausbau – eine einfache Konstruktion
Bei einem Blockhaus handelt es sich um ein Gebäude mit Wänden und einer tragenden Holzkonstruktion, die aus waagrecht übereinander liegenden Baumstämmen oder Balken gefertigt werden. Früher wurden die Balken in erster Linie mit Moos oder anderen natürlichen Materialien abgedichtet; noch heute dichtet man die so genannten Naturstammhäuser mit Schafwolle ab, die weiter verbreitete Variante – Blockhäuser aus industriell geformten Balken – wird meist mit dauerelastischen Dichtband gedämmt.
Beim Bau eines Blockhauses ist ganz besonders darauf zu achten, dass die verwendeten Stämme trocken sind, um zu gewährleisten, dass das Holz später nicht Risse bekommt und das Blockhaus eventuell nicht mehr winddicht ist. Die Stämme oder Balken werden mit verschiedenen Dämmstoffen dazwischen aufeinander gelegt. Vor allem an den Ecken eines Blockhauses kann die Konstruktionsweise sehr gut erkannt werden. Dabei unterscheidet man zwischen mehreren Varianten:
Full Scribe: Die Kontur des unteren Stammes wird auf den jeweils oberen übertragen und dementsprechend formschlüssig ausgearbeitet, man nennt dies Scribing. Das Besondere ist hier, dass man auf Dichtungsmaterial weitgehend verzichten kann. Die Ecken dieser Konstruktion verdämmt man mit unterschiedlichen Verbindungen. Die üblichste Variante ist die Saddle Notch, bei der eine sattelförmige Abflachung in den unteren Stamm geschnitten wird. Der darauf liegende Stamm erhält mit Hilfe von Scribing die dazu passende Form.
Chinker: Hier handelt es sich um den wohl ältesten Blockhaus-Baustil. Dabei werden die Stämme rund belassen und aufeinander abgelegt, sozusagen gestapelt. Die so entstehende Fuge (chink) füllt man mit Dämmmaterial; früher in erster Linie mit Birkenrinde und Moos. Heute kommen dauerelastische Dichtstoffe zum Einsatz, die auf der Basis von Latex und Kreide erhältlich sind. Die Ecken werden entweder stumpf gestossen, dabei liegen alle Stämme in einer Ebene, oder sie werden verkämmt, was bedeutet, dass jeder zweite Stamm etwa um halben Stammdurchmesser versetzt liegt.

Moderne Blockhäuser – schnell montiert
Ein modernes Blockhaus ist heute meist als fertiger Bausatz erhältlich, schnell montiert und sofort bezugsfertig. Die Montage kann sogar selbst durchgeführt werden, da sie sich nicht kompliziert gestaltet; natürlich wird in den meisten Fällen auch ein Montageservice von kompetenten Mitarbeitern angeboten. So kann ein komplettes Blockhaus heute innerhalb kürzester Zeit aufgebaut und eingerichtet werden, was damit zusammenhängt, dass die Tradition des Holzhaubauens zu den längsten der Menschheitsgeschichte zählt.
Beim Aufbau eines Blockhauses aus Holz werden in einem ersten Schritt die vertikal ausgerichteten Haltebalken aufgerichtet und so am Fundament befestigt, dass man dann die eigentlich Blockbohlen befestigen kann: Diese bilden schlussendlich die Wände; danach werden die Wände beplankt, gedämmt, versiegelt und so wird für dauerhaft angenehme Temperaturverhältnisse im Inneren gesorgt. Nebenbei entsteht so das besondere Flair und die angenehme Atmosphäre, die man in einem Blockhaus aus Holz spüren kann!


<< Vorheriges Thema | Nächstes Thema >>

Ähnliche Artikel

Haus Typen
In den Unterrubriken von Haustypen erfahren Sie einiges über die verschiedenen Bauweisen sowie deren Vor- und Nachteile. Denn die Anzahl von verschiedenen Ba...

Bausatzhaus
Besonders wenn beim Hausbau auf das Budget geachtet werden muss, bietet sich ein Bausatzhaus als optimale Alternative an. Die Anbieter solcher Sätze bieten i...

Fertighaus
Das Fertighaus ist die moderne Antwort auf die Schnelllebigkeit unserer Zeit, die sehr gerne mit einem günstigen Preis und grosser Flexibilität in Verbindung...

Haus Typen
In den Unterrubriken von Haustypen erfahren Sie einiges über die verschiedenen Bauweisen sowie deren Vor- und Nachteile. Denn die Anzahl von verschiedenen Ba...

Bausatzhaus
Besonders wenn beim Hausbau auf das Budget geachtet werden muss, bietet sich ein Bausatzhaus als optimale Alternative an. Die Anbieter solcher Sätze bieten i...

Fertighaus
Das Fertighaus ist die moderne Antwort auf die Schnelllebigkeit unserer Zeit, die sehr gerne mit einem günstigen Preis und grosser Flexibilität in Verbindung...

Blockhaus
Blockhäuser werden sehr gerne gekauft. Die Varianten eines Blockhauses sind hierbei vielfältig, sie kommen als Gartenhaus, Wochenendhaus, Ferienhaus oder als...

Fertighaus
Das Fertighaus ist die moderne Antwort auf die Schnelllebigkeit unserer Zeit, die sehr gerne mit einem günstigen Preis und grosser Flexibilität in Verbindung...