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Windenergie

Mit Hilfe der Windenergie, die eine Form der kinetischen Energie ist, kann Strom erzeugt werden. Hierbei werden, ausgelöst durch die Sonnenenergie, Luftmassen in der Atmosphäre in Bewegung gesetzt (Wind bzw. Luftströme), die durch Windkraftanlagen in elektrische Energie umgewandelt werden können. Eine Ansammlung mehrerer solcher Windanlagen, die umgangssprachlich auch als „Windräder“ bezeichnet werden, nennt man einen Windpark. Dieser kann nach und nach entstehen oder von Anfang an geplant sein.


Die Windenergie kann also dank einer entsprechenden Windkraftanlage zur Stromgewinnung und Stromversorgung beitragen. Dabei werden durch die Luftbewegung Rotorblätter angetrieben, die wiederum einen Generator zum Laufen bringen. Dieser produziert den gewünschten Strom. Von Nachteil ist dabei allerdings, dass dieses System sehr unregelmäßig arbeitet. Aus diesem Grund werden Windanlagen meist in Kombination mit anderen Energiequellen verwendet, um eine dauerhafte Abdeckung des Strombedarfs sicherstellen zu können.

Diese Unregelmäßigkeiten bewirken aber nicht nur, dass zu gewissen Zeiten gar keine Energie gewonnen werden kann, sondern auch, dass zeitweise sehr hohe Stromproduktionen möglich sind. In solchen Fällen entsteht häufig ein Überschuss, der als Reserveleistung gespeichert werden kann. Dieser Überschuss an Windenergie kann aber nur dann effektiv verwertet werden, wenn genaue Wetterprognosen gegeben sind und der Stromverbrauch bzw. das angeschlossene Stromnetz genau reglementiert sind. Eine Kombination zahlreicher Windanlagen an unterschiedlichen Standorten wirkt sich hierbei auch vorteilhaft aus.

Ein Kuriosum, das sich hier auch ergibt, ist die Parallelität der Stromgewinnung zum Stromverbrauch: Generell tritt die Windenergie gehäuft bzw. vermehrt und intensiver tagsüber und in den Wintermonaten auf. Der Stromverbrauch ist ebenfalls im Winter und tagsüber höher. Ein kleiner Vorteil, welcher den vorhin angesprochenen Unregelmäßigkeiten etwas entgegenwirkt.
In der Schweiz wurde diese Form der erneuerbaren Energie bisher vernachlässigt. Seit 2004 sorgt das Programm „Energieschweiz“ allerdings für mehr Bewegung: Bis zum Ende des Jahres 2010 sollen 50 – 100 GWh aus Windkraftanlagen ermöglicht werden.

Für Privatpersonen gibt es die Möglichkeit, neben einem bestehenden Stromnetz, auch selbst Strom aus Windenergie gewinnen zu können. Mit Hilfe von Kleinwindkraftanlagen können Leistungen bis zu 5 KWh erzeugt werden. Mit Förderungen und finanziellen Unterstützungen, die gegeben sind, kann sich ein solches System nach ca. 8-12 Jahren (Mittelwert) refinanzieren.


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