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Luftführung und Lüftungseffizienz

Eine mechanische Lüftungsanlage kann mittels zweier typischer Kennzahlen und Merkmale hinsichtlich ihres Wirkungsgrades beziffert werden: Mittels der Luftführung und der davon stark abhängigen Lüftungseffizienz. So wird die Lüftungseffizienz bei einer so genannten Kurzschlusslüftung, hier strömt die Luft am Zielbereich vorbei, sehr gering sein, während sie bei einer Verdrängungslüftung sehr hoch ist.


Die Lüftungseffizienz gibt also an, ob eine Lüftungsanlage wirksam arbeitet. Das hängt davon ab, ob die Lüftung im Aufenthaltsbereich eines Raumes einen genügend großen Luftvolumenstrom erzeugen kann. Diese Wirkung kann mit Hilfe einer Tracergas–Methode überprüft werden. Hierbei wird das so genannte Tracergas der Raumluft oder dem Luftstrom zugeführt. Nach einer festgesetzten Zeit wird der Konzentrationsabfall des Gases gemessen: Wenn sich nur ein geringer Anteil des Tracergases in der Raumluft befindet, kann man von einer hohen Wirksamkeit ausgehen. Umgekehrt, wenn der Gasgehalt noch sehr hohe Werte ergibt, ist die Wirkung der Lüftungsanlage sehr schlecht. 

Wie schon oben erwähnt, ist die Lüftungseffizienz stark an die Luftführung gekoppelt. Die effizienteste Art ist hierbei die Verdrängungslüftung, die aber hauptsächlich in Laboren oder OP-Räumen (Hygiene) zum Einsatz kommt. Hier wird mittels einer Quell-, Quer, Decken- oder Bodenlüftung die Raumluft durch frische Außenluft ersetzt. Die Raumluft wird durch impulsarme Luftstöße pfropfenartig nach außen gedrängt.

Für Wohnhäuser kommen meist Verdünnungslüftungen als Luftführung in Frage, da diese einfacher zu montieren und planen sind. Die etwas höheren Stromkosten, da mehr Luft und ein höherer Luftdruck an den Luftauslässen benötigt werden, sind hier zu verschmerzen. Bei dieser Variante wird die Raumluft mittels tangentialer Strömungswalzen (vertikal oder horizontal) oder diffuser Strömungswalzen (Luftstrahl oder Deckendrall) mit frischen, aber starken Luftimpulsen verdünnt. Man spricht bei dieser Luftführung auch von einer Luftinduktion, welche die Schadstoffe der Raumluft verdünnt.

Die Lüftungseffizienz ist also ein eindeutiger Indikator dafür, ob eine mechanische Lüftungsanlage wirksam und effizient arbeitet. Diese ist dabei auch stark von der Luftführung abhängig, welche einen effizienten Luftaustausch oder eine Luftverdünnung erst ermöglicht.


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