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Sanitärkeramik

Auf den Begriff „Sanitärkeramik“ trifft man immer wieder, wenn man sich mit Sanitärtechnik oder Installationen beschäftigt. Er bezeichnet sichtbare Einrichtungen aus Keramik, wie etwa Toiletten und Waschbecken. Ab und an werden auch Fliesen hinzu gezählt. Diese Installationen sorgen einerseits für Hygiene, da sie das Abwasser entsorgen und unangenehme Gerüche verhindern, andererseits können sie aber auch Einsparungen ermöglichen.


Neben Waschbecken, die für die Körperhygiene oder den Abwasch verwendet werden, zählt wohl das WC zu den bekanntesten Ausprägungen einer Sanitärkeramik. In einem normalen Privathaus findet man meist ein Porzellanstandardbecken vor. Dieses besteht, wie der Name schon verrät, aus Porzellan, verfügt über eine Spülung und ist an die Hauskanalisation angeschlossen. Generell unterscheidet man diesbezüglich zwischen drei unterschiedlichen Typen, zwei davon sind aber in Mitteleuropa kaum noch gebräuchlich.

Das Hock- oder Steh-WC ist sehr hygienisch, da kein Kontakt zu einem Gegenstand entsteht. Diese findet man aber hauptsächlich im arabischen Raum oder in Asien, ab und an auch in Teilen Südeuropas.
Bis Mitte der 90er Jahre war der „Flachspüler“, ein Sitzklo, Standard. Die Ausscheidungen fallen hier auf eine Art „Stufe“, wodurch auch eine hohe Geruchsentwicklung gegeben ist. Allerdings kann man auf diese Art und Weise sehr gut Stuhlproben entnehmen – daher trifft man den Flachspüler noch vereinzelt in einem Krankenhaus oder in einer Arztpraxis an.

Heute ist der „Tiefspüler“ Standard. Bei diesem Sitzklo landen die Fäkalien im Wasser des Siphons. Da diese mit der Luft kaum in Berührung kommen, hält sich auch der Gestank weitestgehend in Grenzen. Der niedrige Wasserstand verhindert auch ein unnötiges Hochspritzen des Wassers.
Ein wesentlicher Teil dieser Sanitärkeramik ist die Spülung. Entweder beseitigt eine Druckspülung (Versorgungsleitung) oder ein Spülkasten (9-12 Liter Fassungsvermögen) die Ausscheidungen. Der Spülkasten kann als Aufputz sichtbar sein (klassisch) oder als Unterputz in eine Vorwand integriert werden.

Die Sanitärkeramik, speziell Toilettenspülungen, bieten aber auch die Möglichkeit für Wasser- und Energieeinsparungen. So genannte „2-Mengen-Spülsysteme“ oder eine „Spül-Stopp-Wasserspartechnik“ können den Wasserverbrauch reduzieren – über ein Jahr gerechnet eine sehr große Menge.

Die Sanitärkeramik, sei es ein Waschbecken oder eine Toilette, dienen also der Hygiene im Wohnbereich. Sie entsorgen Abwasser und vermeiden Gerüche (Siphon), zusätzlich dazu ermöglichen moderne Systeme Energie- und Wasserersparnisse.


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