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Erfahrungen mit Rensch Haus GmbH

Erfahrungen mit Rensch Haus GmbH - viele Baumängel und zu niedrieg kalkulierter Preis um die Mängel zu beheben.

Dieses Thema im Forum "Konkrete Firmen-Feedback" wurde erstellt von mamema, 16. Mai 2011.

  1. mamema

    mamema

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    Dieser Text soll eine Hilfe sein um Fehler in der GU (Generalunternehmer) Auswahl einzuschränken
    bzw. GUs die es nicht wert sind von vorne herein auszuschliessen. Die Fa.
    Rensch Haus ist so ein GU.

    Wir, vor einigen Jahren noch Baulaien, haben uns im Jahr 2007 entschieden
    ein schlüsselfertiges Fertighaus zu bauen, weil wir dachten, dort bekommen wir ein
    Gesamtpaket das uns die Sache als Baulaien vereinfacht. Das war unsere
    erste Fehlinterpretation. Dazu später mehr.

    Wir hatten damals unzählige Musterhaus Ausstellungen besucht und fanden
    eine bestimmte Hausvariante als interessant. Eine anschliessende
    Internetrecherche hat keine negativen Informationen über die Fa. Rensch
    Haus zutage gefördert, sodass wir uns für diesen GU entschieden haben.
    Die Internetrecherche ist auch heute noch dürftig bzgl. echten, realitäts-
    nahen Informationen bzgl. Rensch Haus GmbH. Dies versuche ich hiermit
    zu korrigieren.

    Als wir im Herbst 2007 die Vertragsunterzeichnung hatten, war diese
    mit einer Einschränkungsklausel bzgl. einer Preisobergrenze für eine
    Erdwärmelösung versehen. Damit ging der Spass los.

    Ich dachte, wenn man x-mal ein Haus geplant und gebaut hat, sollte man
    über das nötige Fachwissen verfügen um so eine Lösung anzubieten.
    Weit gefehlt. Da ich zwar Baulaie, aber sonst nicht auf den Kopf
    gefallen war, habe ich die Planungseckdaten im Internet und bei
    Handwerkern gegengeprüft.
    Als mich dann ein Handwerker fragte ob meine Zitat: "280 m Bohrung für
    ein Mehrfamilienhaus sei" (wir bauten ein EFH) war mir klar, das ich
    mit Laienschauspielern zu tun hatte. Ich habe mich dann via Internet-
    recherche in wenigen Tagen zum "Heizungsspezialist" weitergebildet und
    habe mit Fragen zu den angebotenen Lösung den "Heizungsspezialisten" der
    Fa. Rensch ins schwimmen gebracht. Das war nicht gerade vertrauensbildend

    Wir haben die Erdwärmebohrung dann selbst extern beauftragt.

    Weiter gings mit dem Besuch bei Rensch zur Auswahl der Hausinnereien.

    Dort fing etwas an, was sich bis zum Ende als "Geschäftsprinzip" etabliert
    hat, nämlich: "Der Kunde ist schuld, nicht wir, der Kunde zahlt"

    Daraus ergaben sich folgende Punkte

    - der Rensch Architekt plant auf der Baueingabe Kellerfenster.
    die Kellerschächte dazu, sind aber nicht im Preis drin
    - der Rensch Architekt plant einen Keller der oberhalb der
    angebotenen Kellerhöhe war, upps, Kunde das kostet Aufpreis
    - oh, Rensch Haus hat irgendwas bzgl. der Kellertreppe im
    Angebot vergessen, Kunde zahl mal.
    - Ups, der Kunde bestellt ein Haus mit 90cm Dachstockhöhe ab
    Parkettboden und bekommt später Dachstock mit 90cm ab Bodenplatte.
    Defacto also 76cm ab Parkett. Kann nicht korrigiert werden....
    - Für die Heizung wurde uns angeboten doch alles aus einer
    Hand machen zu lassen (ausser Erdwärmebohrung). Wir dachten, prima,
    macht Sinn. Dann war es doch ein Subunternehmer und sogar der
    gleiche den wir extern angefragt haben, nur das über Rensch der
    viel teurer war.
    - Leerrohre für Elektroleitungen (in der Schweiz üblich) wurden
    abgelehnt. Ich hab mich bis zum Chef hochtelefoniert, erst dann
    gabs Leerrohre. Ein Subunternehmer meinte, er arbeitet mit 20
    Fertighausfirmen in der Schweiz zusammen, nur einer macht keine
    Leerrohre - Rensch.
    - der Kamin war nicht nach schweizer Norm errichtet. Mein eigener
    Bauleiter teilte mir später mit, das die Herren nach uns auf einer
    schweizer Baustelle den gleichen Fehler nochmal gemacht haben.
    - Unser Bauleiter bekam von Rensch ein Jobangebot den schweizer Bereich zu
    übernehmen. Er lehnte dankend ab.


    Das liest sich alles jetzt recht flüssig, bedeutete aber unzällige Telefonate und Emails,
    oft ohne Erfolg. Siehe Geschäftsprinzip weiter oben.
    Wir hatten sogar dieser Firma das nachträgliche einschieben von Dingen
    die extra kosten schriftlich als Geschäftsprinzip zur Gewinnmaximierung vorgeworfen.
    Daraufhin wurde mit Baustopp gedroht, was, so sagte mir mein Anwalt (den
    ich später eingeschaltet habe - dazu später mehr), ebenfalls ein
    Geschäftsprinzip der unlauteren Hausbaufirmen sei, um den Druck auf den
    Kunden zu erhöhen, da der GU genau weiss das man Termine hat wegen z.b.
    der gekündigten Mietwohnung etc.

    Wir hatten einen Bauleiter der von seinen eigenen Subunternehmer
    Handwerkern ausgelacht und nicht für voll genommen wurde. Der kam einmal
    die Woche auf die Baustelle, was viel zu wenig war.

    Wir mussten sogar einmal extra auf die Baustelle kommen um mitzuteilen wo wir
    Steckdosen und Lichtschalter haben wollten. Kam uns merkwürdig vor, den sowas
    hat man doch auf Plänen. Wir lernten später das sie diese Pläne nie hatten und
    am Ende haben wir nicht überall Steckdosen wo sie nötig sind. z.b. Badezimmer etc.

    Aufgrund der mittlerweile fehlenden Vertrauensbasis, aber dem Zwang weiterzumachen, weil
    schon zuviel Geld geflossen war, haben wir selbst einen Bauleiter auf
    eigene Kosten angestellt.

    Der Finale Countdown war dann zum Einzugstermin. Dort hätte ja eine
    Baufirma die Möglichkeit den Termin zu verschieben, weil der Bau noch
    nicht fertig sei. Wir haben keinen Termindruck gemacht und unsere
    Wohnung entsprechend sogar auf mehrere Wochen später gekündigt.
    Die Kommunikation war immer: "Bob der Baumeister: Ja wir schaffen das."

    Wir sind dann zum Uebergabetermin mit Sack und Pack und Verwandschaft
    die helfen sollte, aus dem 150 km entfernten bisherigen Wohnort angereist
    und standen auf einer Baustelle.
    Knöcheltiefer Staub - nix besenrein, wie vereinbart, Laminat teilweise nicht
    verlegt, kein Wasser, keine Dusche, kein Waschmaschinenanschluss,
    Tapeten nicht fertig usw.

    Ich hab dann sämtliche Mängel, angefangen von zerkratzten Fensterscheiben
    bis hin zu zu kleinem Dachstock aufgenommen. Ich kam auf 86 Punkte.

    Der Bauleiter meinte allen ernstes eine Unterschrift zur Hausübergabe
    bekommen zu wollen.
    Nach diesem Einzugstermin und meiner Eskalationen, kamen zwei Wochen
    lang immer mal wieder gegen Wochenende Horden von Handwerkern die
    was fertigmachen wollten. Teilweise stand einer vor der Tür und antwortete
    auf die Frage "und was wollen sie erledigen jetzt" - mit "alles!" und auf die
    dann anschliesende Frage "haben sie denn das Material dabei" mit "nein" antwortete.
    Wenn es einen wundern sollte warum die Handwerker immer gegen Ende
    Woche kamen, ist einfach erklärt.

    Ich hab mir das zwei Wochen angeschaut, dann habe ich
    einen Sanierungsplan - Wer macht was - wann verlangt, vorher braucht
    keiner mehr aufzutauchen. Das war November 2008. Dann war erstmal
    Funkstille. Sanierungsplan, Telefonate, sonstige Kommunikation,
    nada! Dann meldete sich der Bauleiter von Rensch im März 2009. Locker
    4 Monate später mit der Begründung, ja da lag ja auch Weihnachten dazwischen!

    Ich muss sagen, das ich die Bauphasen immer einzeln abgenommen habe und
    dementsprechend Zahlungen geleistet habe. Die letzte Rate von über
    60.000 Euro hätte ich zum Einzug zahlen sollen, das hat Rensch übersehen und
    ich hab nicht gezahlt. Das war unser Glück.

    Ab dann hab ich meinen Anwalt eingeschaltet.
    Rensch Haus wünschte sich dann erstmal ein eigenes Bild meiner Mängelliste
    und kam natürlich zu einem ganz anderen Ergebnis. Preisnachlass 4000 Euro

    Heute vor einer Woche, über zwei Jahre später habe ich nun den Vergleichs-
    betrag überwiesen der ungefähr bei der Hälfte der noch offenen Summe
    lag.

    Aus diesem Grund kann ich heute den obigen Text schreiben ohne mir selbst zu schaden.
    Natürlich kann ich alles was ich oben geschrieben habe auch nachweisen.
     
  2. HB-F MODERATOR

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    AW: Erfahrungen mit Rensch Haus GmbH

    Hallo mamema,

    Ihre Schilderungen entsprechen so ziemlich den Erfahrungen, die fast jeder mit GU oder Fertighausfirma macht.
    Was wichtig ist bei diesen Schilderungen - nehmen Sie das jetzt nicht persönlich:
    Ein Bauvertrag hat zwei Vertragspartner, beide bestimmen, wie der Vertrag, resp. der Baubeschrieb vor Baubeginn aussieht.

    Beispiel:
    Das Problem "Kellerlichtschächte" zeigt eigentlich keinen Planungsfehler, sondern weist darauf hin, dass diese nicht als Leistung im Baubeschrieb vereinbart wurden. Man mag sich über das "warum" wundern, was aber im GU-Bereich hinfällig ist: Gebaut wird, was vereinbart wurde (im Baubeschrieb steht); das gilt auch für die Ihrer Meinung nach notwendigen Leerrohre. Eine mangelfreie E-Installation - genau das hat die Firma zu liefern - funktioniert auch ohne Leerrohre.

    Weitere Beispiele aus anderen Bauvorhaben:
    Auf den Werbebildern sind bestimmte Balkongeländer zu sehen; im Baubeschrieb wird darauf nicht eingegangen - die eingebauten einfachen gefallen nicht, was aber egal ist, da im Baubeschrieb keine besonderen Geländer vereinbart wurden.
    Die Eckbadewanne (auf den Bildern, nicht im Haus), das Cheminee (auf den Bildern, nicht im Haus), die Aussentreppe...

    Auch die Selbsteinschätzung, man wisse nach einiger Zeit mehr als die Handwerker, ist in der Regel unrealistisch; kommt es zu Diskussionen, machen die Handwerker kaum mit, da deren Vertragspartner nicht der Bauherr, sondern der GU ist - also was soll die Diskussion, hält nur von der Arbeit ab.
    Einen vom Laien verfassten "Sanierungsplan" sollte eigentlich keine Baufirma akzeptieren, da der sehr wahrscheinlich Fehler enthält (die dem Laien, er ist halt Laie, nicht auffallen), für die dann auch die Firma haften müsste.
    Bei Mängeln ist eine rechtzeitig und ausführlich formulierte Mängelrüge das Richtige.

    Baupreise auf dem freien Markt, bzw. zwischen Handwerker und Kunden sind nicht mit den angebotenen/verrechneten Preisen der GU zu vergleichen. Der GU kalkuliert auf alle einzelnen Bauleistungen einen Zuschlag, deren Summe letztendlich seinen Gewinn ergibt - davon lebt (und dafür haftet) der GU, nicht vom vermitteln von Handwerkern.

    Der gerichtliche Vergleich zeigt, dass Sie bei Manchem richtig lagen, bei Anderem nicht. Daraus lässt sich kaum ein "Die Firma taugt nichts" ableiten.

    Verstehen Sie mich nicht falsch, ich schreibe neutral; Ihre Probleme haben wie gesagt die meisten GU-Kunden und die meisten reagieren wie Sie.
    Demgegenüber haben GU Probleme mit Kunden, die eigentlich die besseren Architekten/Handwerker/Bauleiter... wären, hätten sie nur mehr Zeit. Der Bauablauf wird oft durch laienhafte Eingaben ("Das ist falsch, da wird jetzt aber nicht weitergebaut..." , "Jetzt wird nach meinem Terminplan gebaut" etc.), Zurückhalten von Zahlungen, verweigerter Abnahme usw. gestört. Die rechtlich gegebene Möglichkeit, Mängel nachzubessern, wird als "Pfusch" bezeichnet...

    Was ich sagen will, und da ist Ihre genaue Schilderung der Probleme hilfreich:
    Der GU weiss sehr genau, wie ein Haus zu bauen ist, wie und woraus er seinen Gewinn zieht. Dazu gehört schon auch, die Kunden nicht komplett zu beraten - Nachträge sind lukrativ.
    Der GU-Kunde weiss in der Regel nichts über das bauen, informiert sich auch nicht, der Baubeschrieb wird mangelhaft verfasst und vereinbart, der Vertrag nicht verstanden.

    Kunden von Fertighaus- und GU-Firmen müssen sich vor Vertragsunterzeichnung umfassend informieren, am besten unabhängige Hilfe holen (klar, kostet Geld, nutzt aber auch was). Ins kalte Wasser zu springen bringt nur Ärger, der dann bei Licht betrachtet nicht einseitig durch die Firma entsteht.

    HAUSBAU-FORUM.DE - Sie bauen ein Haus? - Wir informieren! bietet übrigens eine umfassende Bauherrenberatung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2011
  3. mamema

    mamema

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    AW: Erfahrungen mit Rensch Haus GmbH

    - schoen das Sie selektiv Punkte rauspicken und damit das Gesamtbild
    verzerren und gleich noch meinen ein Urteil abgeben zu koennen ohne
    die 2 1/2 jaehrigen Schmerzen im Detail zu kennen.
    - Der Sanierungsplan wurde nicht von mir erstellt, sondern nach
    wochenlangem Basteln des GUs (86 Maengel) von mir verlangt. Ich hab ihn nie bekommen
    - Der Vergleich wurde bzw. musste geschlossen werden, da solche Streitfaelle teuer sind. Gemaess meines Anwalts haetten die Gutachter 40.000 bis 80.000 gekostet. 80.000 auszugeben um 80.000 nicht zahlen zu muessen, ist betriebswirtschaftlicher Bloedsinn.
    Es ist Fakt, dass GUs genau mit diesen Kosten kalkulieren und hoffen die Kunden lassen sich muerbe machen damit nicht den 2 1/2 jaehrigen Kampf durchzuziehen und einfach zahlen um Ruhe zu haben
    - Eine Maengelruege ist das einzig richtige. Ja, ein Suppi Tipp, nur bloed wenn der GU nicht darauf reagiert. Aber gem'ss Ihrer Aussage geht das ja allen so......
    - Kein Grund zu sagen der GU taugt nichts? Klar, muss wohl am Baubeschrieb gelegen haben in dem ich uebersehen habe das drinstand @Wenn sie 90cm Dachstock bestellen, dann ziehen wir 16cm ab@
    Genauso stand da sicher drin: @erwarten Sie nicht das wir zum Uebergabetermin unseren Vertrag erfuellen, wir informieren auch nicht, wenn wir es nicht tun, das tut doch jeder so@
    - Zeigefingerbreite Spalten im verlegten Laminat, klar, macht doch jeder so, das ist unser Baubeschriebsbonuseinbau
    - Steckdosenmontageort auf Zuruf durch Kunden handschriftlich in @Plan@ gezeichnet und, nun Upps natuerlich nicht ueberall da ausgefuehrt, wo noetig. CAD Elektro-Planung was ist das denn? Brauchts das?
    - Deckenverstaerkungen analog Elektroplanung - Ups macht doch jeder GU so.....
    usw. usf
    Sorry, aber ich hab 2 1/2 Jahre mit dem Laden hinter mir und 86 anerkannte Maengel vom zerkratzten Fenster bis zu zu niedrigem Dachstock, das kann ich nicht in meiner kurzen Eingangsgeschichte in jedem Detail aufdroeseln.
    Fakt bleibt fuer mich, Rensch Haus ist nicht zu empfehlen, taugt nichts und ist nicht zu gebrauchen. Das es anderst geht, kann ich an Nachbarn in meinem Wohnort selbst sehen die ebenfalls mit Fertighaus GU gebaut haben und keinerlei Beschwerden haben und wenn es mal wo klemmt, schwupps ist der Service da. Dinge wovon ich nur traeumen konnte.
     
  4. HB-F MODERATOR

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    AW: Erfahrungen mit Rensch Haus GmbH

    Hallo nochmal,
    Sie sollen sich nicht persönlich angegriffen fühlen, Ihre Schilderung des Bauablaufs ist exemplarisch für alle GU-Bauvorhaben, die nicht richtig laufen.

    Und: Ich "meine" nicht, mir ein Urteil abgeben zu können, ich kann es. Mehr als 10 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Baubegleitung und Bauherrenberatung und Gutachten zu vermurksten Bauvorhaben zeigen mir das.

    Und ja: Der Baubeschrieb ist das Wichtigste am GU-Vertrag und von Laien in der Regel nicht auf Vollständigkeit zu prüfen.

    Die Vorgehensweise bei Mängeln muss strikt durchgezogen werden: Mängelrüge mit Fristsetzung, Nachfrist setzen mit Androhung von Folgen, nach Ablauf der Nachfrist die Folgen (Nachbesserung durch Dritte, Kündigung, Schadenersatzforderung...) androhen, die angekündigten Folgen realisieren.
    Die gesamte Bauzeit lang, bis zur rechtsgeschäftlichen Abnahme (deshalb nie Teilabnahmen vornehmen) ist immer der GU nachweispflichtig (Mangel ja oder nein).
    Wenn's hart auf hart kommt, lässt man als Folge für Leistungsverweigerung auf Kosten des GU von einer Drittfirma weiterbauen oder macht den Vertrag rückgängig.

    Diese Vorgehensweise hält auf längere Zeit kein GU durch, weil er dann viel Geld verliert. So kann man aber nur mit einem Fachmann an der Seite gegen Baufirmen vorgehen.
    Ihre 2 1/2 Jahre Schmerzen kann ich durchaus einordnen; ich habe schon einige GU-Bauvorhaben kennengelernt, die mit Scheidung oder Krankheit endeten. Ich weiss auch, dass die wenigsten Bauvorhaben so enden wie Ihres (der Nachbar zeigt's) - aber wenn sie schlecht laufen, dann wie Ihres.

    Mängel und deren Nachbesserung sind normal am Bau; klar ist auch, das Haus muss letztendlich mangelfrei übergeben werden.
    Ein Fachmann sieht Baumängel deshalb als das was sie sind: technische Fehler, die meist behoben werden können.
    Fenster verkratzt? Austauschen
    Laminat falsch verlegt? Rausreissen, neu machen
    Dachstock zu niedrig? Preisminderung

    Für Bauherren sind Baumängel Kratzer am Lebensziel Eigenheim; das ist nicht zynisch gemeint. Da geht der Weg zur Nachbesserung zu oft die falsche Richtung.

    Ihren Ärger kann ich gut nachvollziehen, aber - nehmen Sie mir das nicht übel - von Anfang an mit einem Fachmann an Ihrer Seite wäre das anders gelaufen.
    Deshalb sind Schilderungen wie die Ihre wichtig für das Forum, als Beispiel, als Ausgangspunkt für's Bessermachen - und nicht, um in Ihren Wunden zu bohren (tut mir leid, wenn es so rüber kam).
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Mai 2011
  5. mamema

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    AW: Erfahrungen mit Rensch Haus GmbH

    >Mehr als 10 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Baubegleitung und >Bauherrenberatung und Gutachten zu vermurksten Bauvorhaben zeigen mir >das.

    Schön und gut, das hier unter vordergründig freiem Internetaustausch eine Firma ein Internetforum betreibt, ist das eine. Meinen Thread dazu nutzen ihre Dienstleistungen anzubieten

    >HAUSBAU-FORUM.DE - Sie bauen ein Haus? - Wir informieren! bietet >übrigens >eine umfassende Bauherrenberatung.

    ist das andere. Schön wenn sie sich auskennen. Super wenn sie gut beraten und Gutachten stellen können. Aber kennen Sie auch den Satz "Recht haben und Recht bekommen ist zweierlei?" und wie sind Ihre Erfahrungen bzgl. Rechtsstreits und die Prognose derselben?

    In der Theorie sieht die Praxis identisch aus, in der Praxis ist es dann aber nicht so......

    Sehr lustig der Hinweis bezüglich der Preisminderrung. Hät ich nur daran gedacht......!!!! (Wer Ironie findet darf sie behalten)
    Sorry, aber ich hatte einen Anwalt der sich im Baurecht spezialisiert hatte. Da bekam Rensch natürlich sofort das Muffensausen und akzeptiert die Preisminderung.

    und Ihre gebetsmühlenartige Wiederholung der Baubeschrieb sei das wichtigste und hätte ich einen Fachmann gehabt (am besten Sie, siehe Werbung) wär alles besser gekommen ist ein Allgemeinplatz der immer gültig ist, aber nicht auf mich zutrifft.

    Wenn ein Rensch Mitarbeiter entgegen der Abmachung plant und die Mehrkosten dadurch uns aufs Auge gedrückt wird, lags an der Baubeschreibung?
    Wenn der Dachstock zu niedrig ist, lags an unserer Laienhaften Interpretation der Baubeschreibung?
    Wenn ein Haus unfertig übergeben wird, lags an uns Laien und der Baubeschreibung?

    Sorry, aber mal Allgemein gesprochen, was heisst schon Fachmann? Frag ich zehn Bauspezialisten inkl. Gutachter (glaube keinem Gutachten das du nicht selbst gefälscht hast) bekomme ich 20 Meinungen

    Und wie ich in meinem Einganspost geschrieben hatte, hatten wir einen Baufachmann, mit dem ich heute ein Haus bauen würde ohne GU, wenn ich das Geld hätte. Derselbe Mann bekam das Angebot von Rensch Haus die Oberaufsicht über die schweizer Baustellen zu führen. So mies kann er dann nicht gewesen sein. Das sagt mehr über die miese Betreung durch Rensch aus.

    Ich finde nicht das wir mit der Baubeschreibung schlecht gefahren sind. Natürlich nervt das, wenn etwas extra kostet. Der Punkt war da eher, das wir sie in extremer Weise dabei erwischt haben wie sie die Finger in unser Portmonaie gesteckt haben und auch nach Aufforderung die Karten auf den Tisch zu legen es immer Scheibchenweise kam, bis zum Schluss. Wie blöd muss ein GU sein, seine Kunden so offensichtlich zu verarschen, der Kunde ist doch sauer auf ewig und spricht keine Empfehlungen aus.

    Daraus und aus der mangelnden Umsetzungsqualität (nicht Aussage Laie, sondern beauftragter Bauleiter) ergeben sich Probleme. Wie Sie richtig schreiben, Mängel kommen vor. Der Punkt ist, was macht man draus.
    Rensch Haus hat abgewimmelt, ausgesessen, endlos nachgebessert ohne sichtbare Verbesserung usw.

    ...und Sie wollen mir sagen das lag an einer ungenügenden Baubeschreibung und fehlender Fachkompetenz zu Beginn oder durch die Bauphase auf Kundenseite?

    ich wills mal umgangssprachlich zusammenfassen, damit ich zum Ende komme:

    Auch wenn man Scheisse quirllt wird keine Sahne draus!
     
  6. HB-F MODERATOR

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    AW: Erfahrungen mit Rensch Haus GmbH

    Ihr Anliegen in allen Ehren, aber ich mache hier keine Werbung für meine Berufstätigkeit, an keinem Ort in diesem Forum; Sie werden hier nicht mal Kontaktdaten zu mir finden.
    Warum diese Unterstellung?

    Und was soll das denn bitteschön:
    Bemerkt, dass der Betreiber der Hausbau-Foren in D, CH und A der gleiche ist...? Hunderte von Nutzern fanden diese Foren bereits auch ohne "Missbrauch" Ihres Threads.

    Wieso denn "vordergründig", fällt es Ihnen schwer, Statements zu akzeptiern, wenn sie von Ihrer Meinung abweichen?
    Dieses Forum (keine "Firma") bietet den allermeisten Nutzern grosse Vorteile, weil sie hier kostenlosen fachlichen Rat bekommen (und bitte: Nicht wieder versuchen, meine Fachkompetenz in Zweifel zu ziehen.).

    Wenn man Ihre Antworten auf meine Beiträge liest, die Art der Formulierung, die Unterstellungen, das Inzweifelziehen der Kompetenz des Moderators... das ist aufschlussreich.
     
  7. mamema

    mamema

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    AW: Erfahrungen mit Rensch Haus GmbH

    Ja hier ist einiges aufschlussreich. Kann man sehen wie man will.
     

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